Die „Travel Rule“ ist ein internationaler Standard, der auf den Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF) basiert. Sie verpflichtet Anbieter von Krypto-Asset-Dienstleistungen (CASPs), Informationen über den Absender und den Empfänger jeder Kryptowährungsüberweisung zu erfassen und weiterzuleiten. Diese Maßnahmen dienen der Verbesserung der Transparenz, der Verhinderung von Geldwäsche und der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Als regulierter CASP unterliegt Bitstack dieser Verpflichtung.
Warum fragt Bitstack nach Informationen zum Absender oder Empfänger?
Gemäß der EU-Überweisungsverordnung (EUTFR) ist Bitstack verpflichtet, Informationen über beide an einer Transaktion beteiligten Parteien zu erfassen und aufzubewahren. Diese Informationen werden bei einer Überweisung zwischen zwei Plattformen an andere Anbieter weitergegeben.
Bei Transaktionen, an denen eine selbst gehostete Wallet beteiligt ist (eine Wallet, deren Schlüssel Sie selbst verwahren, wie z. B. Ledger oder Electrum), muss Bitstack außerdem überprüfen, ob Sie der rechtmäßige Eigentümer sind, wenn der Betrag 1.000 € übersteigt.
Was passiert bei einer Einzahlung?
Von einer Börsenplattform: Wenn die der Überweisung beigefügten Informationen unvollständig sind (z. B. der Name des Absenders), kann Bitstack Sie auffordern, diese zu vervollständigen. Die Einzahlung bleibt so lange in der Warteschlange, bis diese Informationen eingegangen sind.
Von einer selbst gehosteten Wallet: Je nach Betrag kann Bitstack Sie auffordern, das Eigentumsrecht an der Wallet nachzuweisen. Sie werden durch diesen Vorgang geführt. Die Einzahlung bleibt während der Überprüfung zurückgestellt.
Abgelehnte Einzahlungen: Einzahlungen von Plattformen, die die Anforderungen der Travel Rule nicht erfüllen, müssen abgelehnt werden. In diesem Fall können Sie Ihre Einzahlung über eine selbst gehostete Wallet vornehmen, für die Sie das Eigentumsrecht nachweisen können.
Was passiert bei einer Auszahlung?
An eine Börsenplattform: Sie müssen bei der Einleitung der Überweisung die Daten des Empfängers (dessen Namen) angeben. Bitstack übermittelt diese Informationen zusammen mit Ihren eigenen Daten an die Empfängerplattform.
An eine selbst gehostete Wallet: In einigen Fällen kann Bitstack Sie auffordern, das Eigentumsrecht an der Wallet zu verifizieren, bevor die Transaktion abgeschlossen wird.
Fehlgeschlagene Auszahlungen: Ihre Auszahlung kann fehlschlagen, wenn die Empfängerplattform die Anforderungen der Travel Rule nicht erfüllt oder wenn Bitstack die erforderlichen Daten nicht übermitteln kann. In diesem Fall können Sie eine auf einer anderen Plattform gehostete Adresse oder die Adresse einer selbst gehosteten Wallet verwenden.
